Hotel-Ladeinfrastruktur und intelligentes Lastmanagement

Elektrotechnik

Der Boom der Elektro-Autos ist nicht nur ein kurzweiliger Trend sondern vielmehr ein essentielles Konzept des motorisierten Verkehrs der Zukunft. Allein im Jahr 2022 wurden über 100.000 Elektroautos in Deutschland neu zugelassen – Tendenz steigend. Die öffentlich und privaten Ladeinfrastrukturen wurden in den letzten 3 Jahren massiv ausgebaut und dank Apps, die teilweise bereits in E-Autos installiert sind, sowie zahlreichen nützlichen Websites, lassen sich auch Reiserouten zuverlässig und mit entsprechenden Zwischenstopps zum Laden, planen.

Doch wie und wo Laden die Gäste vor Ort in den vielen Hotels und Beherbergungsbetrieben? Parkmöglichkeiten in Form von Tiefgaragen, Stellplätzen oder Flächen rund um die Gebäude sind in der Regel bereits vorhanden und müssen lediglich aufgerüstet werden. Doch die Die Auswahl von Ladestationen oder auch Wallboxen ist mittlerweile riesig und der Preis ist nicht unbedingt immer ausschlaggebend für den Funktionsumfang und Qualität.

Moderne Hotelbetriebe, oder jene, die angesichts der Spannungen am Energiemarkt, Anforderungen und Bedürfnissen von Gästen, gesetzlichen Bestimmungen sowie natürlich auch aus eigenen Klimaschutzzielen in Modernisierungen investieren möchten, benötigen eine ebenso moderne Ladeinfrastruktur, die bedarfsgerecht sowie investitionssicher ist und im Idealfall wenig kostet.

Das Start-Up cFos eMobility aus Bonn stellt seit 2020 eine Wallbox her, für relativ niedrige Anschaffungskosten einen sehr großen und universellen Funktionsumfang mit sich bringt. Das Innenleben der cFos Power Brain Wallbox besteht aus hochwertigen Komponenten, allen voran der Controller, über den die Wallbox mit dem selbst entwickelten cFos Charging Manager betrieben wird. Der Charging Manager ist ein dynamisches Last- und Lademanagement, das höchst individuell und effizient konfiguriert werden kann. Das dynamische Lastmanagement berechnet fast in Echtzeit den jeweils zur Verfügung stehenden Ladestrom und passt unter Umständen den Ladestrom für die Elektroautos automatisch an, immer unter Berücksichtigung der vorhandenen Hausanschlussleistung.

hotel ladeinfrastruktur cfos wallbox 02

Ohne Lastmanagement müssten beispielsweise in einer Garage mit 10 Wallboxen à 11kW Ladeleistung eine Gesamtleistung von 110 kW zur Verfügung stellen, für den Fall, dass alle Wallboxen gleichzeitig mit voller Leistung laden. Dieser Fall tritt zwar selten ein, sind die Wallboxen jedoch ohne Lastmanagement ausgestattet, kann dieses Szenario eintreten.

Statistisch verbraucht ein Elektroauto pro Tag ca. 10 kWh, d.h. es lädt bei 11 kW Ladeleistung etwa eine Stunde pro Tag. Die Erfahrung zeigt, dass ab acht Parkplätzen normalerweise nicht mehr als ein Fünftel der Autos laden, d.h. in unserem Beispiel kommt man mit einer Ladeleistung von ca. 22-25 kW aus. Sollten doch einmal mehr Autos laden, regelt das Lastmanagement den Ladestrom der einzelnen Wallboxen herunter. Der cFos Charging Manager gibt hierzu Kommandos an die einzelnen Wallboxen aus, die wiederum dem Auto signalisieren, mit wie viel Strom maximal geladen werden soll.

Beim „dynamischen Lastmanagement“ berücksichtigt der cFos Charging Manager, neben einer fest vorgegebenen Gesamtleistung, auch noch zusätzliche Verbraucher bzw. Erzeuger, wie z.B. eine auf dem Dach befindliche Solaranlage. Von der Ladeleistung wird dann der Verbrauch des Hotels dynamisch abgezogen. Hierzu werden geeignete Zähler installiert, die dem cFos Charging Manager mitteilen, wie hoch die Leistung des Gebäudes ohne die Wallboxen gerade ist. In vielen Gebäuden wird nämlich die seitens des Energieversorgers installierte Hausanschlussleistung in Spitzenzeiten nur für wenige Stunden genutzt, z.B. in der Mittagszeit oder am frühen Abend.

Nachts ist der Strombedarf dann meist sehr gering. Dann kann diese Hausanschlussleistung optimal zum Laden von Elektroautos genutzt werden. In den meisten Fällen hat sich gezeigt, dass man auf kostspielige Erhöhung der Hausanschlussleistung verzichten kann und die vorhandene Leistung, dank dynamischem Lastmanagement für das Gebäude und den Ladepark gemeinsam nutzen kann. Mit dem letzten großen Software-Update, das laut Hersteller immer und lebenslang kostenlos ist, kam mit dem „Budget-Laden“ eine neue Funktion hinzu, die vor allem im Gast- und Hotelgewerbe von hohem Nutzen sein kann. Eine Rezeption beispielsweise kann einem Hotelgast mit Elektro-Auto eine RFID-Karte mit einem vorab definierten Ladebudget aushändigen. Sobald dieses erschöpft ist, kann entweder ein neues Budget definiert oder sogar verkauft werden, was an Ladekapazität übrig bleibt. Somit fungiert der Hotelbetrieb als Stromtankstelle und die Kosten können durch die Anbindung an ein OCPP-Abrechnungsbackend rechtssicher und zuverlässig abgerechnet werden.

Auch der eigenes erzeugte Solarstrom kann für den Ladepark verwendet werden. Das solare Überschussladen (oder auch PV-Überschussladen) ist eine Standardfunktion der cFos Wallbox, um den Strom vom Dach oder aus einem Speicher direkt zu Laden zu nutzen. Zwar ist eine flächendecke CO2-neutrale Stromproduktion noch nicht zu 100% möglich, jedoch lässt sich mit der Funktion „Umweltverträgliches Laden“ der beste Zeitpunkt mit den geringsten Emissionen im Strommix bestimmten und das Elektroauto dann entsprechend laden.

Eine bestehende Ladeinfrastruktur durch den cFos Charging Manager aufzurüsten ist auch kein Problem. Der cFos Charging Manager ist kompatibel mit rund 80 Geräten – von zahlreichen Wallboxen anderer Hersteller, über Zwischenzähler und sogar diverse Smartmeter wird ein Großteil der geläufigen und handelsüblichen Geräte unterstützt. So kann der cFos Charging Manager als Master-Einheit eingesetzt werden und sogar einen Ladepark von über 100Ladepunkten verwalten. Pro Ladepunkt berechnet die cFos eMobility eine einmalige Lizenzgebühr und verzichtet auf Abo- oder Servicegebühren. Wenn zusätzlich zum cFos Charging Manager auch noch cFos Power Brain Wallboxen verwendet werden, ist der cFos Charging Manager kostenlos. Der cFos Charging Manager lässt sich über Raspberry, Windows-Rechner oder andere Kleincomputer betreiben, passenderweise liefert cFos eMobility bald ein neues, leistungsfähigeres cFos Charging Manager Kit mit Vorinstalliertem cFos Charging Manager aus.

Bereits erwähnte kostenlose und lebenslange Software-Updates werden übrigens mehrmals pro Jahr veröffentlicht und bringen fast immer neue, nützliche Features mit. Und dank sehr gutem Support, dem cFos Network als User-Forum und großzügiger Geld-zurück-Garantie, ist die cFos Power Brain Wallbox definitiv eine Empfehlung als investitionssichere und zukunftsgerichtete Maßnahme zur Modernisierung und Aufrüstung von Hotelbetrieben.

www.cfos-emobility.de


Die Restaurants im Ummahat Al Shaykh Island Resort wurden von Kengo Kuma mit einem muschelförmigen Freiformdach entworfen. Renderings: Kengo Kuma and Associates | The Red Sea Development Company

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