Unterkünfte auf dem Jakobsweg – so schlafen Pilger

Reisen

Pilgerwanderungen erfreuen sich großer Beliebtheit in jeder Altersgruppe. Wer über den Jakobsweg wandert, ist darauf angewiesen nachts in einer geeigneten Herberge unterzukommen. Oft dauern solche Pilgerreisen über eine Woche oder sogar länger, sodass nach jeder Etappe eine Schlafstätte zur Verfügung stehen muss. Hierum kümmern sich in der Regel die Reiseveranstalter. Wie aber übernachtet ein Pilger? Welche Möglichkeiten gibt es und was macht Pilgerstätten aus?

Unterkünfte für Pilger gibt es entlang des Jakobsweges

Ob der französische Jakobsweg ab Sarria oder ein anderer Pfad – eines haben sie alle gemeinsam. Entlang der gesamten Wegstrecke finden sich Pilgerherbergen, die von Menschen aus aller Welt genutzt werden.

Nehmen wir als Beispiel den Camino Frances, der zu den wichtigsten Pilgerpfaden gehört. Entlang der gesamten Strecke gibt es mehr als 200 Pilgerherbergen und insgesamt 700 verschiedene Unterkünfte. Es handelt sich dabei um öffentliche, kirchliche oder private Herbergen, aber auch um Pensionen, private Appartements und Hotels.

Ausstattung klassischer Pilgerherbergen

Eine typische Pilgerherberge erinnert so manchen Wanderer an die erste Klassenfahrt ins Schullandheim. Ausgestattet mit großen Schlafsälen übernachten die Pilger in der Regel im Stockbett. Es gibt keine Bettwäsche, lediglich eine Matratze steht zur Verfügung. Manchmal besteht die Möglichkeit eine Wolldecke oder ein Kissen auszuleihen, hier sollte sich der Pilger im Vorfeld erkunden. Es macht bei einer eigens organisierten Reise mit Übernachtung in der Herberge Sinn, einen Schlafsack und eine Isomatte im Gepäck zu haben.

Die Ausstattung kann variieren und vor allem in der Hauptsaison sind die Schlafplätze knapp. Wer hier kein fest reserviertes Bett hat, muss weiterpilgern, bis er einen Schlafplatz findet. Kirchliche und öffentliche Herbergen sind sehr günstig, eine Übernachtung fängt bereits ab fünf Euro an.

Für mehr Komfort auf dem Jakobsweg

Es ist nicht jedermanns Sache, mit anderen Menschen im Stockbett zu schlafen und dann noch nicht einmal auf ein Restaurant oder eine Dusche zurückgreifen zu können. Der eine Pilger braucht genau das, um seine Wallfahrtsreise zu genießen, der nächste wünscht sich mehr Luxus. Beides ist möglich, wenn ein erfahrener Reiseveranstalter die Routenplanung übernimmt.

Im Komplettangebot besteht die Möglichkeit, in Pensionen, Appartements und Hotels zu übernachten. So bleibt die Suche nach einer Pilgerschlafstätte erspart und es steht ein sicherer Schlafplatz zur Verfügung. Zwar ist es theoretisch auch möglich, über die typischen Buchungsportale zu reservieren, wenn die Reise aber organisiert wird, ist es einfacher. Hier bekommt der Urlauber mitgeteilt, wo er schläft und kann sich dann bei der Etappenplanung genau auf die richtige Route einlassen.

Großer Vorteil hierbei ist, dass der Veranstalter das Gepäck von A nach B transportiert. Der Pilger selbst nimmt nur seinen kleinen Rucksack mit sich und lässt den Koffer oder den Seesack stehen. Auf diese Utensilien trifft er am Abend wieder, wenn er in der Unterkunft ankommt.

Fazit: Schlafstätte beim Pilgern frei wählen

Pilgern heißt nicht zwangsläufig, mit vielen Menschen auf engem Raum zu schlafen. Wer mehr Luxus genießen möchte, findet entlang der Pilgerpfade wunderbare Hotels und Domizile, die zum Übernachten einladen. Hier lässt sich neue Kraft für den nächsten Tag tanken, auch mit Speis und Trank direkt vor Ort.


Die Restaurants im Ummahat Al Shaykh Island Resort wurden von Kengo Kuma mit einem muschelförmigen Freiformdach entworfen. Renderings: Kengo Kuma and Associates | The Red Sea Development Company

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