Zero Real Estate: Immobilienbefreite Hotelzimmer

Das immobilienbefreite Hotelzimmer «Burst Suite»: Das erste «Null-Stern»-Cover vor den Churfirsten. Foto: Toggenburg Tourismus

Hotellerie

 

Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben und Hotelexperte Daniel Charbonnier, Minds in Motion SA, haben sich mit sieben Tourismusorganisationen zusammengetan. Das Ziel: Die Marke «Zero Real Estate» in sechs Ostschweizer Regionen sowie im Fürstentum Liechtenstein zu etablieren.

Ab diesem Sommer setzen die Tourismus-Destinationen je ein immobilienbefreites Hotelzimmer ohne Wände und Dach um und erklären die Ostschweiz und das Fürstentum Liechtenstein zum «Zero Real Estate»-Raum. Die individuelle Reflexion des Kunstwerks «Null Stern – the only star is you» wird somit zu einer gemeinsamen Vision in der Region. Auf der Warteliste sind inzwischen über 9000 Personen – Tendenz steigend.

Foto: Toggenburg Tourismus
Foto: Toggenburg Tourismus


Die Übernahme der «Null Stern»-Idee in den sieben Destinationen startet im Juli 2020. «Wir sind sehr gespannt, wie die Regionen unser Konzept der ‹immobilienbefreiten Hotelzimmer› umsetzen und wie die Betreiber als Butler performen», so die Riklins. Jetzt werde die Ostschweiz zum imaginären Gebäude des Hotels «Zero Real Estate» und die Landschaft zur «Tapete» der Zimmer, fügt Daniel Charbonnier hinzu. Im März findet eine öffentliche Butler-Schulung im freien Gelände statt.

Exklusiv für Ostschweiz und Liechtenstein

Was die Riklin-Brüder und Daniel Charbonnier 2016 mit der «konsequenten Immobilienbefreiung» ursprünglich als Vision für die ganze Schweiz im bündnerischen Safiental ausgerufen haben, wird nun exklusiv von folgenden Tourismus-Destinationen realisiert: Toggenburg, Heidiland, St.Gallen-Bodensee, Appenzellerland AR, Thurgau, Schaffhauserland sowie Fürstentum Liechtenstein. Für die Bestimmung der Location, die Umsetzung der «Zimmer» und die Betriebsorganisation ist jede Destination selbst verantwortlich. Die Konditionen für die Übernahme des «Null Stern»-Spirits unter dem Brand «Zero Real Estate» umfassen acht Punkte.

Foto: Patrik Riklin
Foto: Patrik Riklin

Politische Forderung umsetzen

Der Betrieb der sieben Hotelzimmer ohne Wände und Dach in diesem Sommer lässt die Ostschweiz zu einer gemeinsamen «Bühne» werden und fördert ein interkantonales (agro)-touristisches Selbstverständnis für die eigene Region. «Es war das erklärte Ziel, die von der Politik wiederholt geforderte Stärkung des Tourismus in der Ostschweiz durch diese destinationsübergreifende Zusammenarbeit umzusetzen», so Roland Lichtensteiger, Leiter Marketing und Kommunikation bei Toggenburg-Tourismus. Mit diesem einzigartigen Projekt und dem Know-how der international bekannten Riklin-Brüder werde ein UAP (Unique Advertising Proposition) für die Region geschaffen.

Foto: Patrik Riklin
Foto: Patrik Riklin

Touristische Vielfalt inszenieren

Die Idee von «Zero Real Estate» ist, dass jede Destination eine bestehende Ressource aus einem Hotel «herausreisst» und an aussergewöhnlicher Lage als Zimmer ohne Wände und Dach neu inszeniert. Gemäss Lichtensteiger geht es bei «Zero Real Estate» nicht per se um die Erhöhung der Logiernächte, sondern um eine Kommunikations-Kampagne, welche die touristische Ostschweiz und ihre Vielfalt ins Zentrum stellt. «Die Nachfrage nach einer aussergewöhnlichen Übernachtung ist riesig. Auch die Medien national und international sowie Vertreter aus der Wirtschaft bekunden grosses Interesse an diesem Projekt.»

Markenzeichen: Hemd, Fliege und Handschuhe

Ein Markenzeichen und Differenzierungsmerkmal des «Null Stern – the only star is you»-Spirits ist die Figur der «modernen Butler*innen». Zu ihr gehört ein strikter Dresscode: Weisses Hemd, schwarze Fliege, weisse Handschuhe. Unterhalb der «Gürtel- oder Rocklinie» ist die Bekleidung jedoch individuell – ob Bauernhose mit Gummistiefel, Geschäftshose mit Lackschuhen oder Rock mit High-Heels. «Dieser unübliche visuelle Wiedererkennungseffekt ist Teil des künstlerischen Konzepts», sagt Thomas Kirchhofer, Direktor St.Gallen-Bodensee Tourismus. «Die Butler*innen verkörpern den Anspruch einer Gastgeberkultur, die charmant, witzig und authentisch ist.»

Was ist «Zero Real Estate»?

Zwischen 2016 und 2017 wurde im Bündner Safiental und im Appenzellerland die Landversion des Konzepts «Null Stern – the only star ist you» ohne Wände und Dach lanciert. Es gilt die These: Ein Hotelzimmer ohne Dach ist erfolgreicher als ein Hotelzimmer mit Dach. Nach zwei erfolgreichen Sommersaisons und über 4'500 Reservationsanfragen auf der Warteliste haben die Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin sowie der Hotelexperte Daniel Charbonnier 2018 das Projekt «Zero Real Estate» lanciert.

Foto: Null Stern
Foto: Null Stern


Mit dem Modell «Zero Real Estate» werden Tourismusstellen, Hoteliers, Wirte, Bauern oder Privatpersonen zu Performern der künstlerischen Idee der Riklin-Brüder und realisieren mittels UMP (Unique Macheting Proposition) ihr eigenes «Hotelzimmer ohne Wände und ohne Dach». Diese «Cover-Version» mit dem «Null Stern – the only star is you»-Spirit wurde im Sommer 2018 erstmals im Toggenburg umgesetzt. Das Projekt brachte internationale Aufmerksamkeit und vergrösserte die Warteliste: Insgesamt stehen auf der Warteliste über 9000 Personen (Stand Januar 2020), die in einem immobilienbefreiten Hotelzimmer ohne Wände und Dach übernachten möchten.

«Für uns ist es spannend zu sehen, wie die Menschen einer Region den Spirit des ‹Null Stern – the only star is you›-Konzepts verkörpern und die Idee der konsequenten Immobilienbefreiung umsetzen», so Frank und Patrik Riklin. Die Ostschweiz wachse durch die gemeinsame Vision zu einem imaginären Gebäude eines «Hotel Ostschweiz» sprich zu einem «Zero Real Estate»-Raum zusammen, indem die Landschaft zur Tapete – quasi Architektur – werde. «Die geschützte Marke ‹Zero Real Estate› ist verfügbar – solange die Manifestation und Konditionen des Konzepts (Lizenzbestimmungen) eingehalten werden», so Daniel Charbonnier, Hotelexperte und Geschäftspartner der Riklins. «Zero Real Estate» soll zu einer gemeinsamen Ostschweizer Marke werden.


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